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Deutsche Gerichte bestätigen Rückerstattungsansprüche gegen illegale Glücksspielanbieter

Geschrieben von Alex Werner · 20.10.2026

Deutsche Gerichte bestätigen Rückerstattungsansprüche gegen illegale Glücksspielanbieter

Blick auf ein deutsches Gerichtsgebäude mit klassischer Architektur und Flaggen

Deutsche Gerichte folgen der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und unterstützen Spieler bei der Rückforderung von Verlusten gegenüber nicht lizenzierten Online-Glücksspielanbietern die vor dem Inkrafttreten des GlüStV 2021 am 1. Juli 2021 tätig waren und dabei gegen nationale Vorschriften verstießen.

Der konkrete Fall rund um den Anbieter Tipico

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat in einem wegweisenden Verfahren einem Spieler recht gegeben der 10.000 Euro an Verlusten bei dem auf Malta lizenzierten Anbieter Tipico geltend machte und dabei die Rückerstattung auf Basis europarechtlicher Vorgaben durchsetzte während das Verfahren zeigte dass nationale Verbote mit EU-Recht in Einklang gebracht werden müssen.

Das Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart stützt sich auf Leitlinien des Gerichtshofs der Europäischen Union wonach zivilrechtliche Konsequenzen wie die Rückzahlung von Einsätzen bei Verstößen gegen nationale Verbote möglich bleiben und dabei die Rechte der Verbraucher gestärkt werden.

Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof und weitere Entwicklungen

Der Bundesgerichtshof führte im September 2026 eine mündliche Verhandlung durch bei der die Richter deutliche Hinweise auf eine Unterstützung des Rückerstattungsprinzips gaben wobei eine endgültige Entscheidung für Anfang 2027 erwartet wird möglicherweise bereits im Januar und dabei die bisherigen Instanzurteile bestätigen könnte.

Im Oktober 2026 ergingen mehrere weitere Urteile die diese Linie verstärkten und damit die Position von Spielern gegenüber Betreibern ohne gültige deutsche Lizenz weiter festigten während Experten davon ausgehen dass Tausende ähnlicher Ansprüche folgen könnten.

Symbolbild eines deutschen Gerichtssaals mit Richterbank und Aktenbergen

Rechtliche Grundlagen und die Rolle des EuGH-Urteils

Die Entscheidungen stützen sich auf ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 16. April 2026 das sich mit nationalen Verboten von Online-Glücksspieldiensten und den zivilrechtlichen Folgen wie der Rückerstattung von Einsätzen befasst und dabei klare Vorgaben für die Mitgliedstaaten liefert.

Beobachter verweisen darauf dass das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union die Grundlage für die deutschen Verfahren bildet und nationale Gerichte dazu veranlasst hat die Rückforderungsansprüche von Spielern anzuerkennen während der Fokus auf der Zeit vor Juli 2021 liegt.

Mögliche Auswirkungen auf die Branche

Die Reihe der Urteile könnte Betreiber die vor 2021 ohne deutsche Lizenz aktiv waren mit einer Vielzahl von Forderungen konfrontieren und dabei die finanziellen Risiken deutlich erhöhen während die Entwicklung zeigt wie europäisches Recht nationale Regelungen beeinflusst.

Gerichte in verschiedenen Bundesländern haben sich der Linie des Oberlandesgerichts Stuttgart angeschlossen und dabei ähnliche Fälle entschieden wobei die Urteile aus dem Oktober 2026 die rechtliche Position der Spieler weiter stärken und die Branche vor neue Herausforderungen stellen.

Fazit

Die aktuellen Entwicklungen zeigen wie deutsche Gerichte unter Einbeziehung europäischer Vorgaben Spielern die Möglichkeit eröffnen Verluste aus der Zeit vor dem GlüStV 2021 zurückzufordern während die Entscheidung des Bundesgerichtshofs Anfang 2027 weitere Klarheit bringen dürfte und dabei die rechtliche Lage für alle Beteiligten präzisiert.